Infoveranstaltung Brennstoffzelle 1
HWK Düsseldorf

Strom und Wärme selbst erzeugen - mit einer Brennstoffzellenheizung

Lohnt sich für Hausbesitzer und Unternehmer der Einsatz einer Brennstoffzelle? Siebzig Firmenchefs und Führungskräfte aus dem lokalen Handwerk informierten sich im Umweltzentrum in Oberhausen

Am 13. März 2018, lud das Umweltzentrum der Handwerkskammer Düsseldorf (UZH) zu einem Info-Nachmittag ins Handwerkszentrum Ruhr in Oberhausen ein. Siebzig Betriebsinhaber und Führungskräfte aus dem lokalen Handwerk folgten dieser Einladung und erfuhren wie die Brennstoffzelle als Heizung  funktioniert, wo sie am besten eingesetzt wird und für wen sich eine Anschaffung lohnt.

In seiner Einleitung führte Peter Scharfenberg vom UZH  zunächst aus, dass viele Experten in der Brennstoffzellentechnik ein großes Potenzial sehen - sowohl im Automobilbereich als auch in der stationären Strom- und Wärmeerzeugung. Viele verschiedene Brennstoffzellenhersteller befinden sich mit ihren Geräten in der Markteinführung. Die Gerätehersteller rechnen in den kommenden Jahren mit einem starken Marktwachstum. Ab dem Jahr 2023 sollen jährlich rund 75.000 Brennstoffzellenheizungen verbaut werden. Das entspräche einem Marktanteil von rund zehn Prozent.

Jochen Steneberg vom SenerTec Center Heek gab anschließend einen  Einblick in die Technik und die Funktionsweise von  Brennstoffzellensystemen. Eine Brennstoffzellenheizung arbeitet mit Erdgas und kann ohne großen Aufwand am Hausanschluss installiert werden. Mit dem Erdgas lässt sich dann nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom erzeugen – das macht sie so effizient und leise.  Der selbst erzeugte Strom kann dabei direkt im eigenen Gebäude oder Betrieb genutzt oder in das Stromnetz eingespeist werden. Damit lassen sich Kosten für den Stromeinkauf reduzieren.

Saxo Dyzak von SOLIDpower GmbH in Heinsberg verdeutlichte anhand von Praxisbeispielen, dass sich Brennstoffzellenheizungen zur Versorgung von kleinen und mittleren Gewerbebetrieben sowie Wohngebäuden auch heute schon lohnen können. Mit Förderungen von bis zu 40 % des Anschaffungspreises wird der Kauf der Brennstoffzellenheizung attraktiv bezuschusst.

Gabriele Poth, Leiterin des UZH, resümiert dazu: „Auch in der Heizungsbranche befinden wir uns in einer Zeit des Übergangs. Dieser vollzieht sich rasant, interessant und mit einer Vielzahl neuer Entwicklungen. Das Handwerk wird auch in diesen Feldern seine Innovationskraft zeigen.“

Dienstleistungen des MIE-Projektes für das Handwerk: Im Rahmen der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ unterstützt das Zentrum für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf Handwerksbetriebe bei der Analyse ihres betrieblichen Energieverbrauchs, bei der Identifizierung von Einsparpotenzialen und bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Dabei erhalten die Betriebe bei einem Vor-Ort-Termin zunächst eine Einstiegsberatung und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise. Das Projekt MIE wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Infoveranstaltung Brennstoffzelle 2

Dipl.-Ing. Peter Scharfenberg

Fachreferent Klimaschutz und Energiemanagement

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